Wirecard-Skandal

Wirecard Schadenersatz

gebündeltes rechtliches Vorgehen der Investoren

Der Fall Wirecard

Die Wirecard AG ist bereits in den vergangenen Jahren immer wieder in Verdacht geraten, Bilanzfälschungen begangen zu haben, um Investoren zu täuschen. Der Aktienkurs brach dabei regelmäßig drastisch ein, jedoch konnten die entsprechenden Vorwürfe bis heute in keinem Fall bestätigt werden.

Anfang 2019 erhob der Journalist der Financial Times Dan McCrum in einer Reihe von Artikeln schwere Vorwürfe gegen das Unternehmen. Diese behandelten diverse Anschuldigungen wie fingierte Umsatzbuchungen, welche letztlich darauf gerichtet waren, dass die Bilanz der Wirecard AG künstlich aufgeblähte Positionen enthalte. Wieder reagierte der Aktienkurs jeweils stark auf die Vorwürfe. Eine durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG durchgeführte Sonderuntersuchung sollte sodann die Situation unabhängig und transparent aufklären. Der resultierende Bericht wurde von dem Wirecard-Management als Nachweis dafür angeführt, dass die Anschuldigungen unzutreffend wären, jedoch ergab sich aus dem Bericht vielmehr, dass KPMG die Situation größtenteils gar nicht aufklären konnte, da sie in eine Vielzahl von Unterlagen schlicht keine Einsicht erhalten hatten. Wieder fiel die Wirecard-Aktie stark ab.

 

Währenddessen wurde die Veröffentlichung des Jahres- und Konzernabschlusses 2019 mehrfach durch den Vorstand der Gesellschaft mangels Erteilung eines Testats durch den langjährigen Abschlussprüfer des Wirecard-Konzern EY (ehemals Ernest & Young) verschoben. Im Juni 2020 musste Wirecard schließlich öffentlich eingestehen, dass ein Betrag von 1,9 Milliarden EUR (etwa 25 % der Wirecard Bilanzsumme), welcher eigentlich auf Treuhandkonten der Gesellschaft liegen sollte, voraussichtlich nicht existent ist. Dann wurde bekannt, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sowie auch die Staatsanwaltschaft München gegen ehemalige Vorstandsmitglieder der Wirecard wegen diverser Kapitalmarktdelikte ermittelte. Wieder fiel der Aktienkurs stark ab.

EY verkündete noch im Juni 2020, dass die Testierung des Jahres- und Konzernabschlusses 2019 aufgrund von Unregelmäßigkeiten endgültig versagt und dass die Rücknahme des Testats für den Jahres- und Konzernabschlusses 2018 geprüft würde.

 

Inzwischen hat die Wirecard AG Insolvenzantrag gestellt. Der Aktienkurs der Wirecard Aktie steht seit dem auf Penny-Stock-Niveau und die Kurse der von Wirecard emittierten Anleihen sind dramatisch abgestürzt.

Ansprüche

Die Nieding+Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft verhilft Geschädigten des Wirecard-Skandals zu ihrem Recht und prüft derzeit die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen gegen eine Reihe von Anspruchsgegnern.

Als Anspruchsberechtigte kommen derzeit in Betracht:

  • Aktionäre der Wirecard AG (Wirecard Aktie: ISIN: DE0007472060 – WKN: 747206)
  • Inhaber von Anleihen der Wirecard (ISIN: DE000A2YNQ58 - WKN: A2YNQ5)
  • Inhaber von Anleihen, die sich auf durch Wirecard emittierte Produkte beziehen
  • Inhaber von Derivaten, die sich auf durch Wirecard emittierte Produkte beziehen (z.B. Zertifikate, etc.)

Die folgenden Ansprüche kommen in Betracht:

  • Ansprüche gegen die Wirecard AG und deren Organmitglieder (sowie deren D&O-Versicherungen) wegen fehlerhafter Kapitalmarktinformation und etwaigem strafrechtlichem Fehlverhalten aus WpHG und deliktischen Anspruchsgrundlagen
  • EY als Wirtschaftsprüfer sowie deren Haftpflichtversicherung wegen Versäumnissen und Fehlern bei der Prüfung der Wirecard-Abschlüsse aus deliktischen Anspruchsgrundlagen
  • Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bzw. Bundesrepublik Deutschland wegen des Versagens bei der Kapitalmarktaufsicht bzw. beim Erlass der Leerverkaufsbeschränkungen aus Amtshaftung

Registrierung

Über unsere Kanzlei

Die Nieding + Barth Rechtsanwaltsaktiengesellschaft ist eine der führenden Kanzleien im Bank- und Kapitalmarktrecht in Deutschland.

Bereits seit 1994 setzen wir uns für institutionelle und private Investoren ein – auf nationaler und internationaler Ebene. Diesbezüglich wurden bereits über 50 Entscheidungen des Bundesgerichtshofes (BGH) zum Anleger- und Investorenschutz herbeigeführt. Die insgesamt vertretene Schadenssumme privater und institutioneller Anleger summiert sich mittlerweile auf rund 20 Milliarden Euro.

Wir sorgen dafür, dass geschädigte Investoren ihre Rechte erfolgreich durchsetzen können. Die Kanzlei vertritt in Großschadensfällen zur Zeit mehrere hundert internationale institutionelle Investoren, wie zum Beispiel Gebietskörperschaften, Pensionskassen, Investmentfonds, Versicherungen und Investmentgesellschaften.

Weiter sind wir durch enge Kooperationen mit internationalen Prozessfinanzierungsgesellschaften auch in der Lage für unsere Mandanten in bestimmten Fällen Ansprüche zu verfolgen, ohne dass ein finanzielles Risiko für den Mandanten besteht. In solchen Konstellationen werden die Kosten durch den Prozessfinanzierer getragen.

Unsere Kanzlei vertritt außerdem seit Jahren Aktionäre, welche ihre Interessen unter dem Dach der Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. gebündelt haben, sowie internationale Kreditinstitute und Fondsgesellschaften im Rahmen von Hauptversammlungen. Auf bis zu 100 Hauptversammlungen pro Jahr üben wir die Aktionärsrechte für private und institutionelle Investoren vollumfänglich aus. Dies umfasst neben qualifizierten Redebeiträgen auch die Stellung von Sonderprüfungsanträgen auf der jeweiligen Hauptversammlung. In diesem Bereich konnten wir neben etlichen Spruchverfahren auch wesentliche Sonderprüfungsvorhaben, wie z.B. bei der Philipp Holzmann AG wegen unterlassener Information der Anleger, bei der Deutschen Bank AG wegen der Strafzahlungen für diverse Skandale sowie zuletzt Ende 2017 bei der Volkswagen AG wegen des Dieselskandals für unsere Mandanten erfolgreich begleiten und gerichtlich rechtskräftig durchsetzen. Wir sind damit eine der erfolgreichsten Boutiquen im Bereich des sogenannten shareholder activism und der effektiven Durchsetzung von Sonderprüfungsvorhaben gegenüber DAX-Konzernen in Deutschland.

Darüber hinaus erarbeiten wir Stellungnahmen für den Gesetzgeber im Zusammenhang mit Kapitalmarktgesetzen.

Wir sind aktiv in der DSW (Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz), der größten Vereinigung für Anlegerschutz Deutschlands.

Außerdem sind wir aktiv im Deutscher Anlegerschutzbund DASB. Der DASB ist die erste Anlaufstelle für Anleger, die Opfer dubioser Finanzberater am sogenannten “Grauen Kapitalmarkt” wurden.

Zudem unterstützt die Kanzlei ihre Mandanten im Versicherungs-und Arbeitsrecht, in den Bereichen Mergers & Aquisitions, Private Equity, Corporate Governance, Deutsches und Europäisches Kartellrecht, Accounting und Forensic Services sowie im Gewerblichen Rechtsschutz.

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